Die perfekte Woche: Mehr Zeit durch Planung

21.07.2018

Ich bin selbstständig, habe eine einjährige Tochter, einen Mann, und Hobbies. Freunde und Familie wollen mich auch manchmal sehen. Achja und der Haushalt. Und, und, und. Ich habe mich ständig gehetzt und unter Druck gesetzt gefühlt: So viel zu tun und so wenig Zeit. Kennst Du auch das Gefühl, der Tag bräuchte mehr Stunden? Zerteilst Du Deine Aufmerksamkeit und schaffst dadurch erst Recht nichts? Willst Du auch einfach mal wieder frei haben?

Ich habe mir einen persönlichen Wochenplan erarbeitet und jetzt:

- weiß ich, dass ich genug Schlaf bekomme.

- schaffe ich einfach mehr.

- nehme ich mir Zeit zum Essen.

- genieße ich die Zeit mit meiner Familie viel mehr.

- bin ich am Ende des Tages zufrieden mit mir und meinem Leben.

 

Das schaffst Du auch! Es dauert nicht lange und wird Dir auf jeden Fall helfen*. Ich zeige Dir, wie Du Deine perfekte Woche planen kannst und Du trägst das am besten gleich in die kostenlose Druckvorlage ein, die Du in der Bibliothek der Kreativecke findest!

 

 

 

Für schichtarbeitende und zeitflexible Leute: Wahrscheinlich ist es bei Euch notwendig, jede Woche einen Plan zu erstellen. Aber es wird Euch sicher helfen und geht auch echt schnell mit etwas Routine. Ich mache auch jede Woche einen neuen Plan und klebe den dann in mein Filofax ein:

 

Bild 2: Ein Blick in meinen Filofax-Planer. Ich klebe immer einen Wochenplan-Sticker in meine Übersicht der Woche, um alles auf einen Blick zu haben. Die Kalendereinlage ist von WeekView(*) und mein absoluter Liebling!

 

Dafür benutze ich meine Wochenplan-Sticker. Das ist sooo praktisch! Ich mag gar nicht mehr ohne, die sind so schön klein und schnell ausgefüllt und in meinem Kalender immer schnell zur Hand.

 

Nimm Dir also jetzt Deinen Wochenplan zur Hand (zum Ausdrucken in der Bibliothek der Kreativecke oder als Sticker) und los gehts!

 

Schritt 1: Feste Termine

 

Sportverein, Handarbeitsgruppe oder Arzttermine? Egal, alles was wöchentlich stattfindet oder ein Pflichttermin ist musst Du unbedingt als erstes eintragen. Bedenke auch, wie lange Du zu Deinen Terminen läufst oder fährst. Blocke Dir die festen Termine in Deinem Wochenplan am besten in einer schönen fröhlichen Farbe. Bei mir sind sie grün, das verbinde ich mit Hobbies. Wenn Du feste Arbeitszeiten hast, zählen die natürlich auch als feste Termine!

Überdenke jetzt auf jeden Fall nochmal, ob Du das alles wirklich gerne machst oder ob es notwendig ist. Wenn nicht, raus damit!

Plane alle weiteren Schritte um Deine festen Termine herum.

 

Schritt 2: Mahlzeiten

 

Das Wort "Mahlzeit" suggeriert schon, dass man sich fürs Essen wirklich Zeit nehmen sollte. Ich habe 3 mal am Tag eine ganze Stunde geblockt. So bin ich auch motiviert, in Ruhe zu kochen, Zutaten zu kaufen oder mit der verbleibenden Zeit schonmal Dinge für die nächste Mahlzeit vorzubereiten.

Ich frühstücke um 8, esse 12.30 Uhr Mittag und 18 Uhr Abendbrot. Wenn Du Dein Mittag mit zum Arbeiten nimmst, kommst Du wahrscheinlich auch mit einer halben Stunde Pause aus. Ich persönlich brauche aber die Mittagspause wirklich, um neue Energie zu schöpfen und habe deshalb eine ganze Stunde eingeplant.

Am Wochenende esse ich eine halbe Stunde später Frühstück. Wenn möglich versuche, Deinen Rhythmus am Wochenende so gut es geht beizubehalten. So hast Du es insgesamt leichter, weil Dein Körper ist ein Gewohnheitstier! Hätte ich kein kleines Kind, das halt um 7 wach ist, würde mir das ehrlichgesagt aber auch schwerfallen. Doch ich habe gemerkt, dass die Regelmäßigkeit mir gut tut.

 

Schritt 3: Morgen- und Abendritual

 

Duschen, Anziehen, Zähne putzen. Dinge, die wir täglich oder oft tun und die mehr Zeit brauchen als wir denken. Hierfür nicht genügend Zeit einzuplanen ist einer der Hauptgründe für morgendlichen Stress. Der Tag fängt chaotisch an, Du vergisst die Hälfte mitzunehmen, kannst dadurch Dinge nicht machen oder musst Dir noch essen besorgen gehen etc. Du merkst, wo das alles hinführt.

Ich plane nur eine halbe Stunde abends und auch morgens ein, benutze aber meistens noch etwas von der Frühstückszeit mit. Nicht ideal, aber auch nicht schlimm. Ich kenne einige, die gerne morgens Sport treiben. Dann dauert das ganze Morgenritual natürlich etwas länger. Wichtig für Körper und Geist ist das Ritual: Gönne es Dir, jeden Tag gleich zu starten und zu beenden. Lesen, Schreiben, meditieren, Sport, Wasser trinken, Badzeit. All das ist Zeit für Dich. Nutze Sie! Überlege Dir, wie viel Zeit Du morgens und abends brauchst, um Deine Rituale ohne Hetze durchzuführen. Morgens kannst Du das schonmal eintragen.

 

 Bild 3: Die ersten Schritte sind schnell gemacht und geben Deiner ganzen Woche sofort Struktur.

 

Schritt 4: Schlaf

 

Die Zeit zwischen Morgen- und Abendritual ist deine Schlafenszeit. Der Schlafbedarf ist von Mensch zu Mensch verschieden. Ich brauche 8 Stunden, mein Mann nur 6 (Gemeinheit!). Vom Start Deines Morgenrituals einfach rückwärts zählen und Deinen Schlaf markieren. Vorm Schlafengehen kannst Du noch Dein Abendritual mit eintragen.

Wenn Du Deinen Schlafbedarf kennst, darfst Du auf keinen Fall weniger Zeit einplanen. Die Dinge verzögern sich von ganz allein. Wenn ich aber von Vornherein nur 7 Stunden einplanen würde, hätte ich permanenten Schlafmangel. Nicht gut!

Falls Du nicht weißt, wie hoch Dein Schlafbedarf ist, versuch es mit 7 Stunden (Durchschnittswert) eine Woche lang und passe Deinen Plan danach an, falls nötig.

 

Schritt 5: Arbeitszeit

 

Wenn Du angestellt bist und vorgeschriebene Areitszeiten hast, Bingo! Einfach eintragen und weiter.

Als Selbstständiger oder wenn Du Gleitzeit hast, musst Du jetzt etwas rumplanen. Trage erstmal morgens Deinen Arbeitsweg ein. Dann markiere die Zeit zwischen Arbeitsweg und Mittagessen als Arbeitszeit. Ich habe keinen Arbeitsweg und deshalb geht meine Arbeitszeit direkt vom Frühstück bis zur Mittagspause.

Gleich vormittags eine Runde zu arbeiten birgt den Vorteil, dass Du schon was geschafft hast und den größten Teil des Tages noch

Lege jetzt fest, wie viele Stunden Du in der Woche arbeiten musst und verteile die übrigen in den noch freien Zeitblöcken. Bedenke: Fülle bei Gleitzeit Deine Kernarbeitszeiten auf jeden Fall auf. Willst und kannst Du am Wochenende arbeiten? Möchtest Du einen Tag nur halbtags oder kürzer arbeiten? Wann musst Du Dich um Kinder oder Verwandte kümmern? Brauchst Du nachmittags noch eine Kaffeepause (30 min)?

Wenn Du alle Stunden erfolgreich verteilt hast, herzlichen Glückwunsch! Wenn Du möchtest, kannst Du für einige Stunden noch bestimmte Arbeitsthemen festlegen. Zum Beispiel widme ich eine Stunde der Woche allem Papierkram: Steuer, Rechnungen, etc. Das mache ich an meinem halben Tag, da hab ich eh nicht den großen Anspruch, viel zu schaffen. Wann ich Bloginhalte schreibe ist auch festgelegt, da neue Beiträge samstags rauskommen und ich entsprechend bis dahin fertig sein muss. Prinzipiell ist es empfehlenswert, Aufgaben mit hoher Konzentration und hoher Kreativität eher vormittags und am Anfang der Woche zu erledigen, sozialere und repetitive Aufgaben eher nachmittags und gegen Ende der Woche.

Mit meiner Beispielplanung komme ich auf 28 Stunden fest eingeplante Arbeitszeit in der Woche. Das ist für mich ideal. Falls nötig, kann ich locker noch ein paar Stunden mehr machen. Dabei achte ich aber darauf, keine geblockte Zeit zu verwenden.

 

Schritt 6: Freizeit und geblockte Zeit

 

Die ganze restliche Zeit ist quasi freie Zeit. Ich habe die nochmal in Haushalt, Familienzeit und Ich-Zeit eingeteilt, um zu sehen wie viel Zeit ich pro Woche mit meinem Plan mit meiner Tochter verbringen kann. Abends schläft die ja und ich wollte sie unbedingt genug sehen.

Um mir selbst zu verbildlichen, wie viel Freizeit ich zur Verfügung habe, habe ich geblockte Zeit ausgemalt (bzw. schraffiert). Geblockte Zeiten werden so wenig wie möglich angerührt und verändert, um eine gewisse Regelmäßigkeit zu gewährleisten. Ich setze mir zum Ziel, solche Zeit auch nachzuholen. Habe ich also Dienstag vormittags einen Termin, arbeite ich stattdessen Samstag nochmal oder einen Tag mal abends.

 

 Bild 4: Und schwupps! Schon bist Du fertig mit der Wochenplanung! Das ging doch fix oder?

 

Schritt 7: Gesamteindruck

 

Geschafft! Deine Woche ist geplant. Schau Dir Deinen Plan mit etwas Abstand an. Wie viel Zeit ist denn geblockt? Rechne Dir ruhig mal aus, wie viel Freizeit Du eigentlich hast. Ich habe pro Woche 17,5 Stunden mit meiner Tochter und 22 Stunden für mich! Das ist total toll und ich bin sehr glücklich, seit mir das bewusst ist. Was man schon in 10 Stunden Zeit pro Woche alles an persönlichen Projekten machen kann!

 

 Bild 5: Mein fertiger Wochenplan und die ausgezählten Stunden pro Kategorie. Ich war überrascht, wie viel Freizeit ich habe! Da kann ich ja doch noch ein bisschen mehr Arbeitszeit festlegen oder?

 

Eine Vorlage zum Wochenplan findest Du in der Bibliothek der Kreativecke! Mitglieder bekommen kostenlose Downloads und exklusive Rabatte in meinem Etsy Shop. Dort findest Du auch die Wochenplan-Sticker.

Wie findest Du Deinen Wochenplan? Teile den unbedingt mit mir auf Instagram @lenaschmack oder schreib mir einen Kommentar hier unten! Kennst Du jemanden, dem dieser Beitrag gefallen könnte? Dann teile, pinne und poste ihn unbedingt in Deiner Community. Das kostet nichts, ist für mich aber Gold wert!

 

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(*)Affiliate-Link: Ich bekomme einen kleinen Anteil am Erlös, wenn Du etwas über diesen Link kaufst.

 

*Disclaimer: Ich bin weder Arzt, noch Ernährungs- oder Schlafberater. Ich gebe Dir nur Tipps, was bei mir funktioniert hat. Für negative physiologische und psychologische Effekte meiner Tipps übernehme ich keine Haftung!

 

 

 

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Ich bin Lena, ausgebildete Wissenschaftlerin und Illustratorin aus Berlin. Meine Mission ist es, Kindern und Laien Wissenschaft verständlich und illustriert nahe zu bringen. Ich biete Erklärungen, Experimente und Abbildungen für den Unterricht kostenlos an. Außerdem illustriere ich nach Wunsch Dein Buch, Arbeitsblatt oder Deine Ausstellung.

Über mich

Lena Schmack | Berlin | mail@lenaschmack.de | +49 162 7223255

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