Was Du schon immer über Münzen wissen wolltest

18.08.2018

Woraus bestehen eigentlich unsere Euromünzen? Aus Gold und Silber? Oder doch was anderes? Und wie kann man eigentlich alte Münzen wieder so richtig zum Glänzen bringen. Alle Antworten kriegst Du heute von mir!

 

 

 

Bestandteile von Münzen

 

In der Antike ging es so richtig los mit den Münzen. Sie bestanden aus edlen Metallen wie Gold, Silber und Kupfer oder Legierungen wie Messing und Bronze. Ab da wurden Münzen auch direkt geprägt und besaßen Motive, sie waren also nicht einfach nur ein Stück Gold. Ab dem Mittelalter waren in Deutschland nur noch Edelmetalle als Münzmaterial erlaubt und erst 1860 gab es auch Münzen aus Eisen, Nickel, Zink, Aluminium und Chrom sowie deren Legierungen.

 

 

 

Unsere Euromünzen bestehen heutzutage nicht mehr aus Gold, sondern aus Kupfer, Nickel, Eisen und Ähnlichem. Ein zwei Euro Stück ist also in reinem Metallwert gar nicht mehr 2 Euro wert. Englische Pennys sind aus reinem Kupfer und vor einer Weile waren sie tatsächlich weniger wert als das Metall, aus dem sie gemacht wurden, weil der Kupferpreis so hoch war!

Die 1, 2 und 5 Cent Münzen der EU bestehen aus Eisen mit einer Ummantelung aus Kupfer. Die 10, 20 und 50 Cent Stücke werden aus sogenanntem "Nordischen Gold" hergestellt, einer Legierung aus Kupfer, Alu, Zink und Zinn. Unsere 1 und 2 Euro Münzen sind einige der einzigen bimetallischen Münzen der Welt und bestehen aus einem Zentrum und einem Ring. Die Zentralstücke sind jeweils aus Nickel und mit verschiedenen Legierungen beschichtet, um golden (Nickel-Messing) oder silbern (Kupfernickel) zu erscheinen. Die äußeren Ringe bestehen aus massivem Nickel-Messing oder Kupfernickel.

 

Münzen aus Kupfer oder mit Kupferüberzug bilden mit der Zeit eine grüne Dreckschicht, die Patina. Sie besteht aus Kupferoxid, das entsteht, wenn das Kupfer mit dem Sauerstoff in der Luft reagiert. Um Münzen wieder richtig poliert aussehen zu lassen, kannst Du folgendes Experiment* machen:

 

EXPERIMENT: Alte Münzen wieder zum Glänzen bringen

 

Materialien:

Glasgefäß oder Schüssel

Essig (Branntweinessig)*

Salz

Löffel

dreckige Münzen aus Kupfer

Sieb

 

Durchführung:

Gieße etwas Essig in Dein Gefäß und gib einen Esslöffel Salz dazu. Rühre das ganze um, sodass sich das Salz löst. Gib nun vorsichtig die Münzen in das Gefäß (Achtung Spritzer!) und achte darauf, dass Sie sich nicht überlappen. Lass die Münzen 5 Minuten in der Lösung und rühre hin und wieder um. Danach kannst Du den Essig durch ein Sieb in den Ausguss kippen und hast schicke, glänzende Münzen!

 

Warnhinweise:

 

*Bitte zieh dicke Gummihandschuhe(*) und eine Schürze oder einen Kittel(*) an, um das Experiment zu machen. Setze auch eine spezielle Schutzbrille(*) auf, um Deine Augen vor Spritzern zu schützen. Ich übernehme keine Haftung für eventuelle Verletzungen, die beim experimentieren entstehen.

 

Auswertung:

Die Schicht aus Kupferoxid (Cu2O) wird vom Essig (HAc) abgelöst. Es entsteht Wasser und Kupferacetat (CuAc), das Kupfersalz der Essigsäure. Die Reaktionsgleichung ist Folgende:

 

Cu2O + 2HAc --> 2CuAc + H2O

 

Das funktioniert aber nur bei Münzen aus Kupfer. Bitte versuche das Experiment nicht mit Sammlerstücken oder Münzen aus anderen Materialien!

 

Schreib in die Kommentare, ob das Experiment geklappt hat und teile es mit Deinen Freunden auf Facebook etc. Das wäre so cool!

 

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Ich bin Lena, ausgebildete Wissenschaftlerin und Illustratorin aus Berlin. Meine Mission ist es, Kindern und Laien Wissenschaft verständlich und illustriert nahe zu bringen. Ich biete Erklärungen, Experimente und Abbildungen für den Unterricht kostenlos an. Außerdem illustriere ich nach Wunsch Dein Buch, Arbeitsblatt oder Deine Ausstellung.

Über mich

Lena Schmack | Berlin | mail@lenaschmack.de | +49 162 7223255

© 2018 Lena Schmack (Impressum/Datenschutz)

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